world-press-photo analyse

Nach längerer Zeit wieder einmal ein Miniprojekt - dieses jedoch nicht mit geographischem Bezug.

Unter dem Label World Press Photo Awards werden jedes Jahr besondere Pressebilder gekürt. Ich besuche die Ausstellungen seit vielen Jahren und habe das Gefühl, dass die Gewinnerbilder immer düsterer werden.  

Es wurde Zeit, sich der Frage mal analytisch, wenn auch quick&dirty zu nähern. Die Gewinnerbilder bis 2009 (n=1259) aus den unterschiedlichen Kategorien sowie deren Metadaten konnte ich sehr einfach via Python von der Archivseite der Awards bekommen. Mit einem weiteren Script wurde durchschnittliche Farbe jedes Bildes ermittelt sowie dessen Luminanz ermittelt. Die Abbildung zeigt den Mittelwert der Luminanz über alle Bilder je Jahr.

 


helligkeit nach kategorie

Hier scheinen leicht hellere Bilder im Schnitt besser bewertet zu werden. Auffällig ist jedoch, dass die Hauptpreise an dunklere Bilder vergeben werden.

 


medallienspiegel

Obwohl von einer niederländischen Organisation ausgelobt dominiert bei der Preisvergabe klar die USA sowie Großbritannien. Speziell in der besonders wichtigen Kategorie "Foto des Jahres" konnten Fotografen aus den USA fünf mal mehr Preise erzielen als die nächst Platzierten Deutschland und Japan.